Wissenswertes zum Thema:Unsere Wildbienen

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Wissenswertes zum Thema:

Unsere Wildbienen

wildbiene 

Unersetzliche Helfer der Natur

Jeder kennt die Honigbiene, aber wer kennt die fast 600 Wildbienenarten? Der Lebensraum der Wildbienen ist in den letzten Jahren stark geschrumpft, so dass viele von ihnen heute zu den bedrohten Arten gehören. Durch intensive Flächennutzung, radikale Schädlingsbekämpfung und Monokulturen finden die Wildbienen kaum noch artgerechte Lebensräume. Die Insekten leisten einen großen Beitrag zur Bestäubung und Befruchtung von Blumen und Obstbäumen und Beerensträuchern. So können z.B. bestimmte Blütenpflanzen nur von Wildbienen bestäubt werden. Die Insekten und ihre Larven vertilgen außerdem täglich zum Teil ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichtes an saugenden und nagenden Schädlingen. Daneben sichern viele Insekten auch den Bestand der bei uns heimischen Singvögel, deren Junge auf proteinreiches Insektenfutter angewiesen sind.

Wir können zum Schutz der Insekten beitragen, indem wir ein „Insektenhotel“ aufstellen. Die Insekten nutzen das „Hotel“ als Nist- und Überwinterungshilfe.

Bau eines „Insektenhotels“

Wer an unserem Angebot der letzten Ferienspiele teilgenommen hat, konnte selbst ein solches Insektenhotel bauen. Für alle anderen hier eine Anleitung zum Bau eines Insektenhotels:

Meistens bestehen Insektenhotels aus einem mit Naturmaterialien gefüllten Holzkasten. Du fängst an, einen Rahmen zu bauen. Am besten fragst du einen Erwachsenen, der dir dabei hilft. Auf jeder Seite werden Bretter als Seitenwände benötigt, außerdem mehrere Bretter für die Rückseite sowie Bretter für den Boden und für den oberen Abschluss. Fertig ist dein Grundgerüst. Nun ziehst du noch mindestens einen Querbalken und mehrere senkrechte Unterteilungen ein, so dass du mehrere Fächer = spätere Zimmer bekommst. Oben konstruierst du das Dach, ebenfalls aus Brettern. Das Verkleiden mit Dachpappe hält den Regen fern. An der Rückwand befestigst du ebenfalls Bretter. Das „Hotel“ sollte mindestens 8 – 10 cm tief sein.

Jetzt kannst du die Fächer = Zimmer mit verschiedenen Naturmaterialien befüllen. Wichtig ist, alles muss trocken und frei von chemischen Mitteln sein.

 zapfen  mulch  stroh

Zimmer mit Tannenzapfen, Häcksel oder Stroh dienen Insekten wie z.B. Marienkäfern oder Ohrwürmern als Zuflucht. Hier können sie sich vor ihren Feinden verstecken und sich bei schlechtem Wetter zurückziehen. Diese Fächer bzw. Zimmer sollten mit einem Kaninchendraht verschlossen werden, damit die Naturmaterialien nicht herausfallen können bzw. von Vögeln zum Bau ihrer Nester herausgezupft werden können.

holz

Zimmer mit gebohrten Stämmen oder Hölzern dienen den Wildbienen, die ihre Bruthöhle nicht selber graben können, als Nisthilfe. Einige Wildbienenarten würden ihre Nester in Fraßgänge von Holzkäfern anlegen, die sie in Totholz finden. Wir ahmen die Fraßgänge nach, indem wir Löcher mit verschiedenen Durchmessern in Stämme bohren. In Kammern, die die Wildbienen in einem solchen Bohrloch hintereinander anlegen, kommen als Vorrat für die Larven noch Pollen und Nektar. Verschlossen werden die Kammern, je nach Wildbienenart, mit einem Mörtel aus Lehm und einem Sekret.

Du kannst aber auch Bambusrohr, Schilfrohr oder Holunderstöcke verwenden, die du auf 8 – 10 cm sägst und nebeneinander in ein Zimmer stapelst.

ziegel

 

Zimmer mit Loch- und Gitterziegel eigenen sich für Wildbienen, die im Mauerwerk nisten.

Jetzt musst du nur noch einen geeigneten Platz zum Aufhängen suchen. Die Vorderseite des „Hotels“ sollte nach Süden oder Osten ausgerichtet sein, damit es viel Sonne abbekommt. Die Sonne ist wichtig, damit die Brut der Insekten genügend Wärme erhält und sich gut entwickeln kann. Außerdem sollte das „Insektenhotel“ witterungsgeschützt aufgehängt werden. Die Naturmaterialien halten länger, wenn sie möglichst wenig Wind und Regen ausgesetzt sind. Hilfreich für die Insekten ist ein Standort, in dessen Nähe sich Kräuter, Wildpflanzen oder Beeren- oder Obstgehölze stehen.

Und nun viel Spaß beim Bauen des „Hotels“ und beim anschließenden Beobachten der vielen Insektenarten.

So sieht unser großes „Insektenhotel“ aus, das wir auf der Streuobstwiese beim „Backes“ in Feudingen aufgestellt haben.

 

K1024 insektenhotel

 

   
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